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Transshipment: Simulation des Umschlages auf Umschlagterminals des kombinierten Verkehrs

Transshipment: Simulation des Umschlages auf Umschlagterminals des kombinierten Verkehrs

Team:  M. Sc. Matthias Bode
Jahr:  2010
Datum:  01-01-10
Förderung:  DB DUSS
Ist abgeschlossen:  ja

Intermodale Umschlagterminals des kombinierten Verkehrs sind Anlagen im Binnenland, in denen Ladeeinheiten umgeladen werden. Gerade durch die Einführung des Hub-and-Spoke Konzeptes wächst neben dem Umschlag von Gütern vom Lkw zum Zug und umgekehrt, auf den Terminals auch der Anteil des Gatewayverkehrs, der den Umschlag von Gütern zwischen Zügen verschiedener Relationen beschreibt.

Im Gegensatz zu  Rangierbahnhöfen, auf denen die Waggons zu neuen Zügen zusammengestellt werden, überspannen auf Umschlagterminals meist große Portalkrane die Gleise und schlagen die Güter zwischen den Zügen um.

Die Ergebnisse einer Simulation des Ablaufes auf einem solchen Umschlagterminal ist heutzutage ein wichtiger Bestandteil bei der Planung von neuen oder der Erweiterung von bestehenden Terminals. Sie dienen unterstützend bei der Bemessung eines Terminals sowie der Bestimmung eines sinnvollen Layouts, damit der Terminal den erwarteten Güterdurchfluss bewältigen kann.

Das Institut für Bauinformatik beschäftigt sich seit 2009 in Zusammenarbeit mit den Planern und den Betreibern von Umschlagbahnhöfen mit der Simulation von Terminals. Einer von vielen Gesichtspunkten bei der Simulation besteht beispielsweise in der Fragestellung, welche Ladeeinheit zu welchem Zeitpunkt wie umgeschlagen werden soll. Dies lässt sich zwar als in der Literatur durchaus bekanntes multi-mode resource constrained scheduling problem auffassen, einige entscheidende Erweiterungen der Problemstellung müssen allerdings berücksichtigt werden. Viele Fachartikel und Veröffentlichungen beschäftigen sich mit der Optimierung automatisierter Fertigung, allerdings wird hier der Einfluss von Störgrößen meist vernachlässigt. Gerade auf einem Umschlagterminal aber treten viele externe Einflüsse auf, wie beispielsweise Zugverspätungen, die die Problemstellung entscheidend verändern.

Das Institut für Bauinformatik entwickelt neue Ansätze bei der Simulation des Güterumschlages, die durch die Berücksichtigung der speziellen Anforderungen möglichst nahe an der Realität auf einem Umschlagterminal sind.